Unser Ehrenamtlicher Klaus im stern extra

Ein Stern-Extra-Heft zum Thema „Zweite Lebenshälfte“. Darin findet sich auch eine ausführliche Reportage über Menschen, die sich – oft nach dem Ende ihrer eigentlichen Berufstätigkeit – ehrenamtlich engagieren. Einer von ihnen ist Klaus Spicher, Ehrenamtlicher der ersten Stunde im Hamburger Hospiz am Deich.

„Das könnte ich nicht, sagen die Leute. ‚Doch, du könntest das auch‘, entgegnet Spicher ih­nen dann in seiner ruhigen Art, ‚du musst dich nur trauen.‘“

Klaus Spicher, ehemaliger Reedereikaufmann, gehört zu den Ehrenamtlichen, die sich für alle Abläufe im Hospiz interessieren und die sich fast immer melden, auch wenn mal Ehrenamtliche für ungewöhnliche Jobs benötigt werden. Man findet ihn auf Veranstaltungen und an Infoständen und auch eine der im Hospiz am Deich stattfindenden Trauergruppen hat er über ein Vierteljahr begleitet.

„‚Meine Stärke ist, dass ich recht unbeeindruckt bin vom Sterben.‘“

Hauptsächlich aber begleitet der die Gäste im Hospiz am Deich, oft macht er mehrmals wöchentlich Besuche dort. Er stellt sich und seine Zeit zur Verfügung. die Gäste bestimmen, was stattfindet: Manchmal ergeben sich spannende Gespräche. Oft aber hört er vor allem zu, aufmerksam und ohne Eile.

„‚Hier begegnet mir so viel Leben, das glauben Sie nicht‘, sagt Spicher.“

Oft stellt sich auf eine sehr unkomplizierte Weise schnell eine große Vertrautheit ein zwischen Hospizgast und ehrenamtlichem Begleiter. Tiefschürfende Gespräche haben genauso ihren Raum wie Alltagskram, große und kleine Erinnerungen und natürlich auch Humor:

„‚Neulich bei der großen Hitze haben wir Fenster und Türen geöffnet. Dann sagte einer der Gäste: Mensch, geht aus der Zug­luft, ihr holt euch noch den Tod!‘“

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Published On: 26. Oktober 2026Categories: Ehrenamt, Hospizarbeit

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