Die Geschichte unseres Strandkorbs

Was ist noch schöner, als einen Strandkorb für den Hospizgarten als Spende zu erhalten? Richtig, einen Strandkorb mit Geschichte zu bekommen. Und die Geschichte dann auch erzählen zu dürfen:

Die Geschichte dieses Strandkorbs (von Lothar Goecke)

„1989 fragte mich eine befreundete Waldorfkindergärtnerin, ob ich ihr nicht mit guten Argumenten helfen könne, ihr vierzehnjähriger Sohn wolle einen eigenen PC haben.
Ich hatte gerade von dem brasilianischen Waldorf Lehrer Valdemar Setzer ein Buch in englischer Sprache gelesen: „Computers in Education“. Leider konnte die Freundin damit nichts anfangen, weil ihr Englisch nicht ausreichte, um das Buch zu lesen.
Ich habe im Spaß gefragt: „Soll ich es dir übersetzen?“ Aus Spaß wurde Ernst und habe die 80 Seiten ins Deutsche übersetzt. Sie hatte gute Argumente gefunden, um den Kauf des PCs zu verhindern.
Andere Freunde aus der Waldorf-Scene, die von meiner Übersetzung gehört hatten, schlugen mir vor, doch bei einem Verlag anzufragen, ob er die Übersetzung nicht verlegen wolle. Ich habe also beim Verlag Freies Geistesleben angefragt (mein Sohn sprach immer von freies Geisterleben).
Der Verlag war interessiert und hat das Buch 1992 verlegt. Dafür habe ich unerwartet ein Honorar bekommen.
Davon habe ich meiner Frau zum Einzug in unser neues Haus einen rot-weißen Strandkorb geschenkt. Der hat uns viele Jahre gute Dienste geleistet.
Nachdem meine Frau ihre letzten Tage hier im Hospiz verbringen durfte, habe ich den Strandkorb jetzt dem Hospiz geschenkt.
Möge er den Menschen Schutz vor Sonne und Wind geben und ein Rückzugsort sein.“

Dem haben wir nichts hinzuzufügen außer: Ganz herzlichen Dank!

(Das Foto zeigt unsere Therapiehündin Käthe und ihre Menschin Nicole.)

Published On: 20. August 2025Categories: Hospizarbeit, Menschen und Tiere, Spendenaktion

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